Wir haben gekeltert ...

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Unser Interesse gilt nicht nur den Weinen aus Spanien und Portugal, sondern auch dem heimischen Kult- und Traditions-Getränk, Apfelwein.

Seit 1991 wird auch bei uns der hauseigene Schoppen hergestellt.

Am Sonntag war es wieder soweit. Bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter fuhren wir nach Lich auf unsere Streuobstwiese. Schon von weitem leuchteten uns die Äpfel in sehr großer Zahl und von allen Bäumen entgegen. Schnell wurde entschieden welche der zahlreichen Apfelsorten von den Bäumen geschüttelt werden. Der Sorten-Mix ist nämlich das A und O für einen guten Hausschoppen. Unterstützt von unseren lieben Freunden Ilona und Abdel wurde so die Bäume erfolgreich abgeerntet. Voll beladen ging es zurück nach Frankfurt. Zu Veredelung des Stöffchens haben wir gestern im Garten der Beiden die letzten vollreifen Quitten gepflückt.

Heute ging es mit den Früchten unserer Arbeit nach Hofheim zum Keltern. Die Äpfel und Quitten wurden in eine Gitterbox gekippt und gewogen. Das Ergebnis, 425 kg, kann sich sehen lassen. Nach dem Keltern wurden wir mit gut 310 Liter „Süßem“ belohnt. Selbstverständlich bekommt man hier den Saft vom eigenen Obst.

2/3 des edlen Grundstoffes wird in unserem Keller zu "Nieder Gold" heran reifen – selbstverständlich in unterschiedlichen Qualitäten. Wie das funktioniert, wird vom Kellermeister Diedrich nicht verraten. Der restliche Saft geht nach Frankfurt-Griesheim zu unserem Freund Jochen und wird hier genau so liebevoll zu einem hervorragenden Schoppen ausgebaut. Ab Ende Januar sollte dann der „Neue“ trinkreif sein.

Regelmäßiger Event für gute Freunde ist im April der traditionelle Äppleranstich. Hier werden dann die unterschiedlichen Qualitäten aus Nied und Griesheim verkostet und mit Kennergaumen entsprechend beurteilt und bewertet. Es bleibt immer eine Geschmacksfrage, der eine mag es eher herb, der andere eher fruchtig. Beliebt ist auch der Äppler aus dem Eichenfass. Bis jetzt jedenfalls hat jeder Schoppen seine Liebhaber und Fangemeinde gefunden. Wir sind jedenfalls schon gespannt wie sich der „2015er“ präsentiert.

Unser „Stöffche“ ist unverkäuflich :-) und wird nur mit guten Freunden geteilt.

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